Tour de Barock

Anfahrt: Am schnellsten über die A20 Richtung Palermo, dann auf die A19 nach Catania; von dort Richtung Siracusa (33 km); weiter auf der SS 115 nach Noto (30 km); weiter auf der gleichen Straße nach Modica (40 km) und von dort auf schöner Nebenstrecke (SS 194) nach Ragusa (10 km).
Am schnellsten zurück geht es über die SS 194 (Vizzini) und die SS 194 Richtung Lentini, die nach Catania führt. Von dort geht es über die Autobahn zurück zum Campingplatz.


Der gesamte Südwesten Siziliens verdankt sein deutlich barockes Gesicht dem schweren Erdbeben von 1693, das viele Städte dieses Inselteils zerstörte. Beim Wiederaufbau ließen Feudalherren und Kirche sich nicht lumpen, griffen tief in die prall gefüllten Geldbeutel und schenkten den Städten ein damals sehr modisches barockes Antlitz - heute für die Unesco Grund genug, etliche Städte des sizilianischen Südwestens in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen.

Schon Catanias Innenstadt beherbergt einige barocke Bauten, die sehr sehenswert sind und sich bei einem Stadtbummel en passant mitnehmen lassen - am imposantesten zweifellos der Dom.

In Siracusa findet sich die intressanteste Architektur auf der Insel Ortigia, dem ältesten Teil der Stadt, so auch der Dom. Nicht zu den Barockbauten gehörend und trotzdem unbedingt einen Besuch wert ist der Parco Archeologico mit dem römischen Amphitheater, dem griechischen Theater und dem Ohr des Dionysos. Der Park ist ganzjährig bis eine Stunde vor Sonnenuntergang geöffnet und im Sommer außergewöhnliche Stätte für Theateraufführungen und Konzerte.

Noto gilt als die Barockstadt Siziliens schlechthin. In seine Instandhaltung und Renovierung fließt etliches Geld, der Sandstein braucht Pflege. Ein Spaziergang über den Corso Vittorio Emanuele II im Zentrum der Stadt schenkt einmalig viele und schöne Blicke auf renovierte barocke Gebäude.

Auch Modica steht auf der Unesco-Liste der schützenwerten Barock-Städte. Unterteilt in Unter- und Oberstadt, finden sich die meisten interessanten Gebäude in Modica Bassa, dem unteren Stadtteil, das sich auch am lebendigsten präsentiert und die meisten Cafes und Reaturants beherbergt.

Ragusa bewteht ebenfalls aus zwei Stadtteilen, die erst in den zwanziger Jahren des letzten Jahhunderts vereint wurden. Inmitten des mittelalterlich geprägten unteren Teils Ragusa Ibla thront die Basilika mit ihrer mächtigen Freitreppe, barock ohne Frage. Im neueren, oberhalb der Schluch gelegenen Ragusa selbst finden sich mehrere Kirchen und Adelspaläste aus der gleichen Periode.